23. Mai 2008
Ein leicht melancholisches Gefühl kam heute schon auf, denn es ist unser letzter Abend auf der Alp.
Traditionell hat uns Bruno ein Käsefondue zubereitet, 1600 g Käse für 4 Personen, dazu noch Weisswein und Original Willisauer Kirschwasser, das sollte reichen. Sehr lecker, da diesmal nicht mit Gerber Fondue gestreckt wie beim ersten Mal.

Statt noch einen gemütlichen Abend mit uns zu verbringen, hat sich Bruno, das Tageslicht schimmerte noch matt, in die Gemächer begeben, um den Schlaf des Gerechten zu führen. Nach 4 Wochen Kasernierung waren wir ihm wahrscheinlich zu langweilig geworden.
Nach dem Fondue kam Thomas mit einem völlig unerwartetem Geschenk. Jeder von uns bekam ein Puzzle geschenkt. Motiv war jeweils ein Foto, dass von der Ratzi-Terrasse aus in den ersten Wochen geschossen wurde. Danke Thomas. Bruno bekam sogar zwei Puzzles, wahrscheinlich der Grund für seinen schnellen Abgang. Wir werden nie erfahren, welches Motiv er zu erpuzzeln hatte.
So verbrachten wir drei übrig gebliebenen die letzten Stunden mit Puzzeln.

Hier sieht man Thomas mit mir, kurz vor Fertigstellung.
Zum gleichen Zeitpunkt kämpfte Hanspeter noch an den Basics, die Ränder waren zumindest gelegt. Allerdings hat er sich alleine durchgekämpft, während wir zu zweit natürlich schneller waren.

Thomas sprang ihm beiseite und während ich den Blog aktualisierte, kamen beide auch zum Ende.
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23. Mai 2008
Heute kam auch Michael Roth zu Besuch, blieb aber nicht über Nacht. Hat dabei natürlich unser legendäres Käsefondue verpasst.
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22. Mai 2008
Heute ist in jeder vernünftigen Region (Hessen, Baden-Württemberg, Zug, Luzern, Uri) Feiertag, allerdings nicht in Basel. So kommt es zum seltsamen Vorkommnis, dass um uns rum alle frei haben, nur wir nicht. Das ist auch der Grund, warum uns heute Brunos Frau, ihr Bruder und Brunos jüngste Tochter besucht haben.

Für uns war das sehr angenehm, da endlich das Mittagessen professionell zubereitet wurde, ohne dass jemand von uns die wichtige Projektarbeit liegen lassen musste.

Brunos Schwager ist selbständig und hat sich dafür interessiert, wie die Internet-Verbindung auf dem Ratzi läuft und hat auch gleich einen ersten Check mit seinem Notebook durchgeführt. Es lief gut und wahrscheinlich wird er in Zukunft auch mal ein paar Arbeitstage hier verbringen.
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22. Mai 2008
Heute kamen Martin und Susanne zu Besuch.

Das Susanne schon einmal da war, konnte sie Martin den Weg weisen. Das war auch bitter nötig, denn vor lauter Nebel hat man kaum 5 Meter weit gesehen. Martin hatte sich schon auf die schöne Bergsicht gefreut, gesehen hat er aber den ganzen Tag nur folgendes:

Um so besser konnten wir den Projektfortschritt mit ihm besprechen.
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20. Mai 2008
Heute kam Sven Mägli zu Besuch. Auch er hat bei der SBB Cargo gekündigt und wird zukünftig an einer Fachschule unterrichten. Leider ist er am gleichen Tag wieder heruntergefahren und ich kam nicht dazu, ein Foto zu machen.
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19. Mai 2008
Heut fahre ich mit Thomas zum letzten Mal die Gondel aufs Ratzi hoch. Das Wetter ist trübe, die Stimmung gemischt.

Heute soll eigentlich Adrian Keller kommen, Leiter der SBB Cargo, Geschäftsbereich Schweiz. Allerdings hat er aus Termingründen abgesagt. Wir vermuten, dass das schlechte Wetter auch eine Rolle gespielt haben könnte, da er geplant hatte, sich die Gondel zu sparen und mit dem Velo hochzufahren.
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15. Mai 2008
Montag: Chili con Carne (Edu)
Dienstag: Maccaroni-Auflauf (Thomas)
Mittwoch: Pizza (Bruno)
Donnerstag: Abschiedskäsefondue
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14. Mai 2008
Ich habe Euch schon in der ersten Woche die Geschichte mit der nordischen Decke versprochen.
Jetzt kam ich endlich dazu, auch die entsprechenden Fotos nachzustellen (Danke, Hanspeter).
Also, meine erste Nacht auf der Hütte war wirklich nicht besonders toll, weil die Daunendecke zwar sehr warm war, aber leider viel zu kurz. Ständig bin ich nachts aufgewacht und habe mich über meine kalten Füße gewundert. Ich musste meine langen Haxen immer anziehen, um halbwegs ganzkörpig unter dieser Decke zu liegen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns beim Frühstück und wie es nach einer ersten Nacht üblich ist, wurde ich von den Kollegen gefragt, wie denn die Nacht so war.
Ich habe dann von meinem Leid mit der zu kurzen Decke berichtet, obwohl ich eigentlich europäisches Normalmaß habe. Hanspeter hat es erst gar nicht verstanden, um dann plötzlich loszulachen: “Das ist keine nordische Decke.”
Nordische Decke, hä?
Also, Hanspeter hat es mir dann erklärt: Die Daunendecken in dieser Hütte sind lediglich als fakultatives Zusatzelement gedacht, um die Zudecke bestehend aus Leinentuch und Wolldecke, so wie es beispielsweise in Frankreich üblich ist, in der Wärmedämmung zu unterstützen.
Die Decken, wie ich sie kenne und wie sie in Deutschland üblich sind, sind deutlich länger und werden “nordische Decken” genannt.
Seither baue ich brav mein dreischichtiges Modell, wie es nächstes Bild illustriert.
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14. Mai 2008
Was ist eigentlich diese kleine Hütte? Zu klein für einen Menschen und zu groß für einen Hund… Und diese komischen Stahlschienen davor?

Bruno ist bereit, für uns und unsere Leser das Geheimnis zu lüften. Dazu wurden erst einmal die Schienen ausgeklappt.

So, die Schienen waren jetzt ausgeklappt. Was passiert jetzt?
Bruno schiebt jetzt einfach das Dache zur Seite.

Und was kommt zum Vorschein?
Eine Mead LX200 EMC.
Fein geschützt vor neugierigen Blicken wird hier das Hobby von Brunos achtzigjährigem Schwiegervater offenbar.

Sein großes Hobby ist nämlich Astrophysik und er hat sich eine kleine, aber feine Sternwarte gebaut. Ja, Craissi, das wäre doch auch was für Dich. Die Bibliothek hier ist gespickt mit Büchern über Galaxien, Quasaren und schwarzen Löchern.
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14. Mai 2008
So voll wie heute war es auf dem Ratzi noch nie. Bevor Adriano ging, sind Susanne und Thilo gekommen.

Mit uns vier ständigen Besatzern gab das sieben zum Mittagessen.

Adriano ging dann gegen vier und Susanne hat es auch vorgezogen, heute noch abzureisen. Da Thilo erst morgen abreist, waren wir heute zu fünft beim vorgezogenen Käsefondue.
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